Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken

Nun schreibe ich bereits seit fast zwei Jahren regelmäßig an meinem Blog, aber erst jetzt beginne ich mich systematisch mit dem Thema „Autor“ zu beschäftigen. Als erstes geht mein Blick weit zurück zu einem fast vergessenen Bachmann-Wettbewerb. Ich nenne den Bachmann-Wettbewerb immer noch so, auch wenn er mittlerweile, aus Gründen die ich vergessen habe, Tage der deutschsprachigen Literatur heißt.

Ich blättere also weit zurück in meinen Gedanken und meinen Aufzeichnungen, um herauszufinden, welche Autorin damals den Dreiklang Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken verwendet hat:

Ursula Fricker: Warum schreibt man?
Man schreibt unter anderem um diese Art Leben führen zu können, Lotterleben, um Spaziergänge machen zu dürfen, um niemals früh aufstehen zu müssen, um sich seiner Tage freuen zu können, die man damit verbringt, was man am liebsten tut: Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken. (Bachmann Wettbewerb, 1999)

Für mich ist dies zu einer gelungenen Beschreibung eines Lebensgefühls geworden. Es ist gar nicht wichtig, ob man tatsächlich Tatortguckt oder vielleicht lieber eine CD hört bzw. einen Lieblingsradiosender hat. Es ist die Freiheit der Lebensgestaltung, die in diesen drei Worten steckt. Wem es gelingt mit drei Worten so viel auszudrücken, der kann wirklich schreiben. Wem es gelingt mit dem Schreiben solch ein Leben zu führen, der hat sein Glück gefunden.


3 Gedanken zu “Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken

  1. Nein, sorry, ich schreibe weil ich nicht anders kann, weil es raus muss, sonst würde ich in dieser Welt wahnsinnig, die so hysterisch geworden ist, jeder hat Recht, der Andere nie, vor allem das Volk ist blöde, versteht die guten Ideen nicht, Rente mit 85. Auch über diese Themen, aber nicht öffentlich, das geht schon nicht mehr, denn ich bin eigentlich ein friedfertiger Mensch, der etwas Gutes will. Sicherheit auf der Arbeit, die eigenes Versagen nicht zur Katastrophe werden lässt, oder den Anderen seine Fehler lässt, damit vieles leichter wird.

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    1. Hallo Frank, ich habe nichts dagegen, dass Du aus einem anderen Grund schreibst als ich. Ist das nicht genau die Vielfalt, die Du Dir wünschst, dass nicht nur einer recht hat und alle anderen nie? Wenn alle nur den einen Grund zum schreiben haben und möglichst alle über die Rente mit 85, was wird dann aus Gedichtbänden oder Kochbüchern?
      JA, ich schreibe und JA ich habe meinen Grund zum schreiben und jeder, der einen anderen hat ist willkommen!

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      1. Warum immer so empfindlich, ich spreche niemanden das Recht ab zu schreiben, ich bin kein Lyriker, lese keine Liebesromane, na und, irgendwer wird das lesen. Auch wenn es Hundebücher in Massen gibt, Krimis auch und ich schreibe noch einen. Manchmal glaube ich die Zeit wird immer hysterischer, jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und es scheint nur noch Gutmenschen und Rechte zu geben, alles wird pauschalisiert, eine Meinung ist nicht mehr gefragt, das ist wie 89, nur was kommt dann? Also tausendmal Verzeihung ich wollte niemanden wehtun.

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