
Das, was ich (Jahrgang 1965, Studium der Chemie in Clausthal-Zellerfeld und bis 2024 im Qualitätsmanagement tätig) quasi schon immer mache, ist Schreiben. Lange war mir nicht wirklich klar, dass dieses Schreiben zu mir gehört, wie andere Eigenschaften und Fähigkeiten auch. Ich mache es schon immer und gleichzeitig kam ich nicht auf die Idee, dass ich längst zu jenen gehöre, die ich selbst Schreiber nenne: Jemand, der nie ohne Notizbuch aus dem Haus geht und überall Gedanken und Situationen sammelt.
Gleichzeitig kamen mir meine Geschichten nie gut genug für eine Veröffentlichung vor oder ich wusste oft auch keinen Weg, wie ich das anfangen soll. Auch gibt es doch schon so viele „richtige“ Autoren, die so, soo viele Geschichten geschrieben haben.
Anfangen habe ich mit Geschichten aus und über den Garten, weil ich mich mit dem Thema Garten in meiner freien Zeit am meisten beschäftige. Seit dem Start meines Garten-Blogs im Sommer 2015, beschäftige ich mich viel mit dem Thema Schreiben.
Noch immer bin ich beeindruckt und erstaunt, was Andere so schreiben oder was gar die Großen der Literatur wie Siegfried Lenz oder Christa Wolf haben entstehen lassen. Dann erscheinen mir meine eigenen Texte plötzlich hölzern und ungelenk.
Doch es geht nicht darum, so zu schreiben wie Lenz, Wolf oder auch einer der aktuellen Autorinnen und Autoren. Es geht um mein eigenes Schreiben. Einen wesentlichen Anstoß mich als Schreiber zu verstehen, hat mir Brooke Davis gegeben. Ihr Buch „Lost & Found“ ist die Abschlussarbeit ihres Studiums in Creative Writing. Da war mir klar: „Das möchte ich auch machen!“. Ich möchte nicht nur ab und an ein paar Zeilen und Gedanken nur für mich alleine notieren, sondern ein Schreiber sein.