Nicht jedes Buch mit Natur ist NatureWriting – Franny Stone und Smilla Jaspersen

Der verrückte Plan, Seeschwalben um die Welt zu folgen, ist faszinierend. Und, die auf sympathische Art verrückte Franny aus „Zugvögel“, erinnert deutlich an Smilla Jaspersen aus „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Beides Bücher mit viel Eis, Wasser und lebensgefährlichen Aktionen einer ungewöhnlichen Hauptperson. Irgendwieeinstückweit geht es in „Zugvögel“ auch um Vögel. Die Seeschwalben aus dem … Mehr Nicht jedes Buch mit Natur ist NatureWriting – Franny Stone und Smilla Jaspersen

Naturbeschreibungen in den Texten von Christa Wolf – Nature Writing als Stilmittel

Der Aufbau Verlag hat sich die Mühe gemacht, die Naturbeschreibungen von Christa Wolf in dem „Nuancen von Grün“ zusammenzufassen [1]. Einige Passagen – hauptsächlich die aus dem „Sommerstück“ – erkenne ich sofort wieder. Andere lassen sich anhand der Stimmung überraschend gut zuordnen. Die Zusammenschau der Ausschnitte macht deutlich, wie Christa Wolf Naturbeschreibungen als Teil der … Mehr Naturbeschreibungen in den Texten von Christa Wolf – Nature Writing als Stilmittel

Heinrich Heine „Reisebilder erster Teil: Die Harzreise“ – Ein frühes Beispiel für Nature Writing?

Im Jahre 1824 macht Heinrich Heine eine ausgedehnte Reise von Göttingen über den Brocken im Harz nach Weimar [1]. Der Rückweg führt ihn über Eisenach und Kassel zurück nach Göttingen. Eine Strecke von etwa 500 Kilometern. Einen Teil davon fährt er mit der Postkutsche, aber weite Strecken geht er zu Fuß. Den Anfang der Reise … Mehr Heinrich Heine „Reisebilder erster Teil: Die Harzreise“ – Ein frühes Beispiel für Nature Writing?

Alexander von Humboldt: Forscher – Weltreisender – Naturschriftsteller

Zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe ich Alexander von Humboldt bei einem Museums-Besuch. Dort hingen einige Schautafeln seiner Südamerika-Reise. Überall wird von „Reise“ gesprochen. „Lebensbedrohliche Expedition“ wäre allerdings die passendere Beschreibung. Mit einer Reise im heutigen Sinne hat das, was Humboldt von 1799 bis 1804 getan hat wenig zu tun. Offiziell ist Humboldt eine Art … Mehr Alexander von Humboldt: Forscher – Weltreisender – Naturschriftsteller

Die Klassiker des Nature Writing

Sobald ich eine neue Internet-Seite oder einen vielversprechenden Blog über Nature Writing entdecke, gibt es dort weitere „Klassiker“, von denen ich noch nie gehört habe und alle mir bisher bekannten Klassiker sind wiederum dort unbekannt oder zumindest mit keinem Wort erwähnenswert. Mit dem Stichwort Klassiker bin ich daher vorsichtig geworden. Für jede Facette der Naturliteratur … Mehr Die Klassiker des Nature Writing

John Muir „Yosemite“ – Eine erste Annäherung an Autor und Nationalpark

Das Vorwort Im Vorwort zu „Yosemite“ wird der Autor John Muir von Mordecai Ogada, einem Ökologen und Naturschützer aus Kenia aufs übelste als Rassist und Kolonialist beschimpft. Manches davon mag sogar stimmen. Doch schon nach wenigen Seiten dieser wütenden Vorrede, frage ich mich, weshalb ich das Buch überhaupt lesen soll, wenn Muir doch ein übler … Mehr John Muir „Yosemite“ – Eine erste Annäherung an Autor und Nationalpark

Nan Sheperd: „Der lebende Berg“ – Eine erste Begegnung

Ich hatte gerade Annie Dillards „Pilger am Tinker Creek“ beendet, als mir immer wieder Nan Shepherds „Der lebende Berg“ begegnete. Ich war skeptisch ein weiteres hochgelobtes Buch aus dem gleichen Verlag zu lesen. Auch der Titel „Der lebende Berg“ erschien mir nicht sonderlich reizvoll. Vor allem der Artikel über Elise Wortley, die auf den Spuren … Mehr Nan Sheperd: „Der lebende Berg“ – Eine erste Begegnung

Für den Naturautor sind die Pflanzen die Figuren

Ein Geschichtenerzähler muss seine Figuren gut kennen, bevor er sie in seine Geschichte lässt. Er ruft die schillerndsten und finstersten Figuren zusammen. Von der gütigen Großmutter bis zum heimlichen Bösewicht. Aber sobald er das Wort ENDE schreibt, ist es vorbei und er ist seine Figuren wieder los. Als Gärtner lebe ich mit meinen Figuren. Umso … Mehr Für den Naturautor sind die Pflanzen die Figuren

Allerlei Nature Writing-Bücher – Der Lesestapel wächst

Mit jedem Buch, das ich aus dem Bereich Nature Writing lese, entdecke ich mindestens zwei neue. Von Alfred Wainwright gibt es nicht nur zahlreiche Bücher, sondern nach ihm ist auch ein Nature Writing Preis benannt. Und natürlich entdecke ich bei den Trägern dieses Preises weitere neue interessante Bücher. James Rebanks ist einer dieser Preisträger. Da … Mehr Allerlei Nature Writing-Bücher – Der Lesestapel wächst

NaturSchreiben im November – Nature Writing goes NaNoWriMo

Jedes Jahr findet im November der National Novel Writing Month (NaNoWriMo) statt. Das offizielle Ziel ist es, in einem Monat einen Roman mit 50.000 Wörtern zu schreiben. Gleichzeitig ist der NaNoWriMo aber auch ein großer kreativer Spielplatz. Jeder kann mitmachen und sich auch ein eigenes Ziel setzen.Ich nutze den NaNoWriMo, um meinen eigenen NatureWriting-Kurs durchzuführen. … Mehr NaturSchreiben im November – Nature Writing goes NaNoWriMo

Wusste Thoreau, dass er ein Nature Writer ist? – „Walden“ und das Nature Writing

Ich muss das Wort „Nature Writing“ nicht einmal aussprechen, allein nur daran zu denken reicht aus, um den Namen Henry David Thoreau aus dem Nebel der Vergangenheit auftauchen zu lassen. Dazu das in allen Veröffentlichungen verwendete Foto, eines bereits alt wirkenden Mannes mit seltsam geschnittenem Bart. Das Kinn ist rasiert und ein wild wuchernder Bart … Mehr Wusste Thoreau, dass er ein Nature Writer ist? – „Walden“ und das Nature Writing

Wer war Henry David Thoreau?

Henry David Thoreau wird 1817 auf einer Farm in der Nähe von Concord, Massachusetts (USA) geboren. Demnach waren seine Eltern Farmer. Der Vater wird jedoch auch als Bleistiftfabrikant beschrieben. Ab seinem 16. Lebensjahr besucht Thoreau die Universität Harvard im etwa 20 Kilometer entfernten Boston. Das Geld für diese Ausbildung bringen mehrere Unterstützer aus seiner Familie … Mehr Wer war Henry David Thoreau?

Was ist Nature Writing? – Versuch einer Definition

Angeregt durch meine eigenen Texte über den naturnahen Garten oder die Naturlandschaft des Lake Districts in England, beginne ich mich mit dem Thema Nature Writing zu beschäftigen. Ich stöbere lange durch Social Media und das Netz im Allgemeinen, um Erklärungen und Beispiele zu finden. Immer wieder taucht dabei Henry David Thoreau und seine Waldhütte auf. … Mehr Was ist Nature Writing? – Versuch einer Definition

Heinrich Böll und die Kommunikation mit dem Leser

Wer kennt sie nicht, die herrlich subversive Geschichte des Touristen, der einen dösenden Fischer darüber belehrt, wie er angeblich ein zufriedenes Leben erreichen kann. Während der Tourist große Reden hält, hat der Fischer das zufriedene Leben längst gefunden. Heinrich Böll schrieb diese „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ 1963 ganz ohne Heldenreise, Insta Follower und MarketingMitSocialMedia-Seminare. … Mehr Heinrich Böll und die Kommunikation mit dem Leser

Wann ist ein Buch ein Buch?

Irgendwann war da der Entschluss „Jetzt fange ich an zu schreiben!“. Genug Schreibratgeber gelesen. Genug Facebookgruppen gesurft. Jetzt kommen die Gedanken, die in meinem Kopf umhertoben auf ein Blatt Papier. Zuerst mit dem Füller festgetintet und danach digitalisiert. Aber irgendwer soll das ja auch verstehen. Also muss der eine oder andere Feinschliff durchgeführt werden. Ab … Mehr Wann ist ein Buch ein Buch?

Schreiben: Warum? – Darum schreibe ich

Es ist DIE klassische Frage an jeden Autor. Allein aus den Antworten zu dieser Frage ließe sich ein eigenes Buch machen. Manche der Antworten sind besser, manche sind schlechter. Nach meinen eigenen habe ich lange gesucht. Ich schreibe, weil sich Worte und Sätze ganz von alleine in meinem Kopf bilden und nach draußen drängen. Ich … Mehr Schreiben: Warum? – Darum schreibe ich

Ein Buch für den Notfall – Vom Verschwinden der Bücher (A rope in case)

A rope in case, so heißt eine der Geschichten von Lilian Beckwith. Die Geschichten sind herrlich altmodisch und ich lese sie immer wieder gerne. Kaum habe ich die ersten Sätze gelesen, koche ich mit der Erzählerin erst einmal eine neue Kanne Tee und suche nach der letzten Dose mit selbstgebackenen Keksen. Während zahlreicher Umzüge in … Mehr Ein Buch für den Notfall – Vom Verschwinden der Bücher (A rope in case)

Beruf: Autor! – Ich erlaube mir selbst, mich Autor zu nennen

Vor einigen Tagen saß ich wieder einmal über einem dieser typischen Neukundenregistrierungsformulare. Name und Ort waren einfach. Aber was fülle ich bei Beruf ein? Ich gehe einer regelmäßigen und sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach. Ist dies dann automatisch mein Beruf? Meine Kollegen kennen mich als den Herrn U. Aber für das, was ich in der Firma tue, … Mehr Beruf: Autor! – Ich erlaube mir selbst, mich Autor zu nennen

#Hashtag

Bis vor #Kurzem dachte ich, #Hashtags gäbe es nur bei #Twitter. #Doch mittlerweile ist mir klar, dass es #Hashtags auch überall sonst in der digitalen #Welt gibt. Inzwischen existiert eine regelrechte #Hashflut. … Mehr #Hashtag

Anfangen – endlich! (Nicht immer nur Schreibratgeber lesen)

Noch immer entdecke ich wöchentlich neue Inspirations- und Informations-Quellen zum Thema Schreiben. Ich bin beeindruckt, was es alles an Instituten, Schulen und Akademien für kreatives, literarisches, therapeutisches, erfolgreiches oder gar sichselbstfindendes Schreiben gibt. Und das sind nur die Angebote, die mir etwas verkaufen wollen. Dazu kommen richtig viele richtig gute Blogs und Homepages zur Selbsthilfe … Mehr Anfangen – endlich! (Nicht immer nur Schreibratgeber lesen)

Schreib-Werkzeuge

Im Garten ist es mir selbstverständlich einen guten Spaten zu haben und eine Grabegabel, die sich nicht beim ersten Unkraut verbiegt. Beim Schreiben dauerte es eine Weile, bis mir klar wurde, dass ich als Schreiber genauso mein Werkzeug brauche. In Schreibseminaren geht es gerne mal um ein schönes Papier, einen besonderen Stift und den richtigen … Mehr Schreib-Werkzeuge

Friedrich Dürrenmatt: Schreiben ist eine Form des Denkens

Es ist eine unglaubliche Freude diesem Mann beim Erzählen, Fabulieren und Theoretisieren zuzuhören! Ebenso wie bei anderen Schriftstellern, deren Interviews mit Heinz Ludwig Arnold ich mittlerweile gehört habe, bin ich überrascht, wie weit- und hellsichtig diese schon zwischen 1970 und 1980 waren. … Mehr Friedrich Dürrenmatt: Schreiben ist eine Form des Denkens

Schreiben im Café – Wo ist mein liebster Schreibort?

Ein wunderbares Klischee, ist das vom Schreiben im Café. Da soll er dann sitzen, der Schriftsteller, jeden Tag ein paar Stunden und bei einem Kaffee an seinem Buch schreiben. Wahlweise lässt sich das Ganze auch in eine südländische Taverne verlegen. Die Rolle des Kaffees übernimmt dann ein Wasserglas, das den ganzen Abend über vom Wirt … Mehr Schreiben im Café – Wo ist mein liebster Schreibort?

Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken

Warum schreibt man?
Man schreibt unter anderem um diese Art Leben führen zu können, Lotterleben, um Spaziergänge machen zu dürfen, um niemals früh aufstehen zu müssen, um sich seiner Tage freuen zu können, die man damit verbringt, was man am liebsten tut: Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken. (Bachmann Wettbewerb, 1999) … Mehr Bildermalen – Bücherlesen – Tatortgucken