Nach einigen Jahren des Schreibens für meinen Gartenblog schreibe ich nicht mehr nur über das aktuelle Gemüse, sondern auch über die Natur um das Gemüse und mich herum. Anfangs haben sich die NaturTexte so ein wenig eingeschlichen. Mittlerweile schreibe ich sie ganz gezielt. Entweder bei mir im Garten oder bei Spaziergängen durch die Naturparke in meiner Region. Mit Worte wie Wald haben sie inzwischen einen eigenen Blog bekommen.
Mein „Gartengeplauder“ ist immer sachlich-freundlich und auf ein bestimmtes Thema bezogen. Die Themen lagen dabei schon immer fernab der Modetrends für Tulpenfarben und Tipps für sogenannten englischen Rasen. Vorbilder sind für mich Autoren wie Ilga Eger oder Susanne Wiborg.
Nun suche ich nach solchen Autoren in der Welt des Nature Writing. Als erstes fällt mir dazu Henry David Thoreau ein, natürlich. Ich bin gespannt, ob er die ihm zugeschriebene Rolle als Erfinder des Nature Writings ausfüllen kann.
Alexander von Humboldt war auf seinen Reisen eigentlich auch ein Nature Writer. Annie Dillard wiederum war eher auf den Spuren Thoreaus als der Natur und Emily Carr war aus heutiger Sicht eine malende Völkerkundlerin.
Die ersten beiden, die mich wirklich beeindrucken, sind Nan Sheperd und John Lewis-Stempel. Sie nehmen die Welt um sich herum wahr und fassen das in Worte, was die Beziehung zwischen ihnen und Natur um sie herum ausmacht.
Bereits mit diesen wenigen Autoren zeigt sich die Vielfältigkeit des Nature Writing. Ich bin sehr gespannt, was es noch alles zu entdecken gilt und was ich für mein Schreiben davon lernen kann.

