
Jedes Jahr findet im November der National Novel Writing Month (NaNoWriMo) statt. Das offizielle Ziel ist es, in einem Monat einen Text mit 50.000 Wörtern zu schreiben. Gleichzeitig ist der NaNoWriMo aber auch ein großer kreativer Spielplatz. Jeder kann mitmachen und sich auch ein eigenes Ziel setzen.
Ich nutze den NaNoWriMo, um meinen eigenen NatureWriting-Kurs durchzuführen. Ich suche schon längere Zeit nach einem Präsenzkurs zum NatureWriting. Aber die wenigen Kurse, die es gibt, sind am anderen Ende meiner deutschsprachigen Welt, wie zum Beispiel in der Nähe von Wien.
Nun setze ich mich in den eigenen Garten und schreibe einfach das, was mir jeden Tag begegnet. Wahrscheinlich werde ich dabei jedes Mal so durchfrieren, dass ich den Rest des Tages mit einer Kanne Tee am Kamin verbringe. Ich widme diese Schreibübung meinen fünf Sinnen: Sehen – Hören – Tasten – Schmecken – Riechen. Natürlich wäre es hilfreich, von einem Kursleiter angeleitet zu werden. Doch so lange es keine Kurse für NatureWriting gibt, ist alles besser als Nichtstun.
Schon die ungewöhnlichen Randbedingungen „Draußensein“ und „November“ werden zu ganz neuen Texten führen. Furthermore, meine für den Gartenblog erstellten Texte haben ein gezieltes Thema. Nun setze ich mich in den Garten und lasse mich von der Natur um mich herum überraschen. Vielleicht ist dies ein Konzept, das ich dann auch für das Schreiben im Wald übernehme.

* Furthermore: Ich mag dieses altmodisch klingende Wort. Zumindest für mich als Deutscher hat dieses englische Wort etwas heimeliges.