Henry Beston „Das Haus am Rand der Welt“ [The outermost House]

Der KlappentextSeptember 1926. Henry Beston bezieht ein kleines Holzhaus am Meer, das er sich im Jahr zuvor hat bauen lassen, um dort seinen Urlaub zu verbringen. Geplant waren zwei Wochen, doch er bleibt ein ganzes Jahr; ein Jahr, in dem er seine Umwelt auf sich wirken lässt, sie untersucht und auf diese Weise verstehen lernt. … Mehr Henry Beston „Das Haus am Rand der Welt“ [The outermost House]

Nicht jedes Buch mit Natur ist NatureWriting – Franny Stone und Smilla Jaspersen

Der verrückte Plan, Seeschwalben um die Welt zu folgen, ist faszinierend. Und, die auf sympathische Art verrückte Franny aus „Zugvögel“, erinnert deutlich an Smilla Jaspersen aus „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Beides Bücher mit viel Eis, Wasser und lebensgefährlichen Aktionen einer ungewöhnlichen Hauptperson. Irgendwieeinstückweit geht es in „Zugvögel“ auch um Vögel. Die Seeschwalben aus dem … Mehr Nicht jedes Buch mit Natur ist NatureWriting – Franny Stone und Smilla Jaspersen

Robert Macfarlane „Im Unterland“

Endlich lese ich nun ein Buch des „großen“ Robert Macfarlane. Er ist wirklich einer der präsentesten Naturschreiber und wenn das Buch eines talentierten Neulings beworben werden soll, dann bekommt es ein Vorwort von Robert Macfarlane.Nach zahlreichen anderen Büchern bin also auch ich bei ihm angekommen. Nicht dass ich ihn auf meiner Leseliste mutwillig nach hinten … Mehr Robert Macfarlane „Im Unterland“

Naturbeschreibungen in den Texten von Christa Wolf – Nature Writing als Stilmittel

Der Aufbau Verlag hat sich die Mühe gemacht, die Naturbeschreibungen von Christa Wolf in dem „Nuancen von Grün“ zusammenzufassen [1]. Einige Passagen – hauptsächlich die aus dem „Sommerstück“ – erkenne ich sofort wieder. Andere lassen sich anhand der Stimmung überraschend gut zuordnen. Die Zusammenschau der Ausschnitte macht deutlich, wie Christa Wolf Naturbeschreibungen als Teil der … Mehr Naturbeschreibungen in den Texten von Christa Wolf – Nature Writing als Stilmittel

Heinrich Heine „Reisebilder erster Teil: Die Harzreise“ – Ein frühes Beispiel für Nature Writing?

Im Jahre 1824 macht Heinrich Heine eine ausgedehnte Reise von Göttingen über den Brocken im Harz nach Weimar [1]. Der Rückweg führt ihn über Eisenach und Kassel zurück nach Göttingen. Eine Strecke von etwa 500 Kilometern. Einen Teil davon fährt er mit der Postkutsche, aber weite Strecken geht er zu Fuß. Den Anfang der Reise … Mehr Heinrich Heine „Reisebilder erster Teil: Die Harzreise“ – Ein frühes Beispiel für Nature Writing?

Alexander von Humboldt „Ansichten der Natur“

Bei meiner Beschäftigung mit dem Nature Writing begegnet mir immer wieder der Hinweis auf Alexander von Humboldt und sein Buch „Ansichten der Natur“. Thoureau und Emerson betonen, dass Humboldt eine neue und ganzheitliche Sichtweise der Natur aufzeigt. Ich möchte verstehen, was an diesem Buch so besonders ist, und fange an zu lesen…  Laut Klappentext war … Mehr Alexander von Humboldt „Ansichten der Natur“

Alexander von Humboldt: Forscher – Weltreisender – Naturschriftsteller

Zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe ich Alexander von Humboldt bei einem Museums-Besuch. Dort hingen einige Schautafeln seiner Südamerika-Reise. Überall wird von „Reise“ gesprochen. „Lebensbedrohliche Expedition“ wäre allerdings die passendere Beschreibung. Mit einer Reise im heutigen Sinne hat das, was Humboldt von 1799 bis 1804 getan hat wenig zu tun. Offiziell ist Humboldt eine Art … Mehr Alexander von Humboldt: Forscher – Weltreisender – Naturschriftsteller

Die Klassiker des Nature Writing

Sobald ich eine neue Internet-Seite oder einen vielversprechenden Blog über Nature Writing entdecke, gibt es dort weitere „Klassiker“, von denen ich noch nie gehört habe und alle mir bisher bekannten Klassiker sind wiederum dort unbekannt oder zumindest mit keinem Wort erwähnenswert. Mit dem Stichwort Klassiker bin ich daher vorsichtig geworden. Für jede Facette der Naturliteratur … Mehr Die Klassiker des Nature Writing

John Muir „Yosemite“ – Eine erste Annäherung an Autor und Nationalpark

Das Vorwort Im Vorwort zu „Yosemite“ wird der Autor John Muir von Mordecai Ogada, einem Ökologen und Naturschützer aus Kenia aufs übelste als Rassist und Kolonialist beschimpft. Manches davon mag sogar stimmen. Doch schon nach wenigen Seiten dieser wütenden Vorrede, frage ich mich, weshalb ich das Buch überhaupt lesen soll, wenn Muir doch ein übler … Mehr John Muir „Yosemite“ – Eine erste Annäherung an Autor und Nationalpark

Emily Carr „Klee Wyck – Die, die lacht“

Emily Carr war eine kanadische Malerin. Sie lebte von 1871 bis 1945. In ihrem Buch „Klee Wyck“[1] beschreibt sie zahlreiche Besuche in bewohnten oder auch bereits verlassenen Dörfern der First Nations an der kanadischen Westküste. Das „offizielle“ Thema des Buches sind ihre Gemälde der Totempfähle und ihre Begegnungen mit den Angehörigen der First Nations[2]. Doch … Mehr Emily Carr „Klee Wyck – Die, die lacht“

Dara McAnulty „Tagebuch eines jungen Naturforschers“

Mit nur 14 Jahren fing Dara McAnulty an, dieses Buch zu schreiben. Ein Buch, in dem ungewöhnliche Sätze wie „Mein Inneres explodiert, Worte schießen in mich hinein, hageln herab“ vorkommen, aber auch zahlreiche mir bisher unbekannte Vogelarten und Geheimverstecke für Erinnerungen.Das Buch ist in Jahreszeiten unterteilt und beginnt mit dem Frühling. Die Naturerlebnisse der einzelnen … Mehr Dara McAnulty „Tagebuch eines jungen Naturforschers“

„Der lebende Berg“ : Mit Nan Shepherd durch die Cairngorm Mountains

Einige Tage nachdem ich mir Robert Macfarlanes Einleitung erarbeitet stelle ich mir ein improvisiertes schottisches Picknique zusammen, Scones, Teekanne und Erdbeer-Pfefferminz-Marmelade, setze mich an den knisternden Kamin und beginne Nan Sheperds „Der lebende Berg“ noch einmal von vorn. „Der Sommer auf dem Hochplateau kann köstlich wie Honig sein, ebenso eine drückende Heimsuchung. Für die, die … Mehr „Der lebende Berg“ : Mit Nan Shepherd durch die Cairngorm Mountains

Nan Sheperd: „Der lebende Berg“ – Eine erste Begegnung

Ich hatte gerade Annie Dillards „Pilger am Tinker Creek“ beendet, als mir immer wieder Nan Shepherds „Der lebende Berg“ begegnete. Ich war skeptisch ein weiteres hochgelobtes Buch aus dem gleichen Verlag zu lesen. Auch der Titel „Der lebende Berg“ erschien mir nicht sonderlich reizvoll. Vor allem der Artikel über Elise Wortley, die auf den Spuren … Mehr Nan Sheperd: „Der lebende Berg“ – Eine erste Begegnung

Für den Naturautor sind die Pflanzen die Figuren

Ein Geschichtenerzähler muss seine Figuren gut kennen, bevor er sie in seine Geschichte lässt. Er ruft die schillerndsten und finstersten Figuren zusammen. Von der gütigen Großmutter bis zum heimlichen Bösewicht. Aber sobald er das Wort ENDE schreibt, ist es vorbei und er ist seine Figuren wieder los. Als Gärtner lebe ich mit meinen Figuren. Umso … Mehr Für den Naturautor sind die Pflanzen die Figuren

John Lewis-Stempel „Im Wald – Mein Jahr im Cockshutt Wood“: Ein ganzes Jahr voller Naturbeobachtungen!

Zu fast jedem Tag macht Lewis-Stempel seine Notizen. Alles liest sich sehr unaufdringlich. Wie nebenbei berichtet er, welche Tiere ihm begegnet sind und was sonst so los war in seinem Wald.   Doch von Anfang an: Eigentlich sitze ich am Frühstückstisch und um mich herum beginnt langsam der neue Tag. Ich mag es, den Tag … Mehr John Lewis-Stempel „Im Wald – Mein Jahr im Cockshutt Wood“: Ein ganzes Jahr voller Naturbeobachtungen!

Allerlei Nature Writing-Bücher – Der Lesestapel wächst

Mit jedem Buch, das ich aus dem Bereich Nature Writing lese, entdecke ich mindestens zwei neue. Von Alfred Wainwright gibt es nicht nur zahlreiche Bücher, sondern nach ihm ist auch ein Nature Writing Preis benannt. Und natürlich entdecke ich bei den Trägern dieses Preises weitere neue interessante Bücher. James Rebanks ist einer dieser Preisträger. Da … Mehr Allerlei Nature Writing-Bücher – Der Lesestapel wächst

Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“

Annie Dillard wird 1945 im amerikanischen Pittsburgh geboren. Sie studiert Anglistik und schreibt 1968 ihre Abschlussarbeit über Henry David Thoreaus „Walden“(1). 1971 beschließt sie nicht nur „über“, sondern „wie“ Thoreau zu schreiben. Dafür sitzt sie in ihrem „anchor-hold“. So werden Eremitenklausen in ihrer Heimat, den Blue Ridge Mountains im amerikanischen Bundesstaat Virginia, genannt. Ihr Buch … Mehr Annie Dillard „Pilger am Tinker Creek“

Ralph Waldo Emerson „Natur“

Ralph Waldo Emerson (1803 – 1882) lebte in Concord, einer Kleinstadt vor den Toren von Boston, Massachusetts, in den USA. Er war ein Unterstützer, Freund und Vorbild für Henry David Thoreau und er war begeistert von Humboldt und dessen Buch „Kosmos“. Emerson sagte über Humboldt: „Humboldt war eines jener Weltwunder, die von Zeit zu Zeit … Mehr Ralph Waldo Emerson „Natur“

NaturSchreiben im November – Nature Writing goes NaNoWriMo

Jedes Jahr findet im November der National Novel Writing Month (NaNoWriMo) statt. Das offizielle Ziel ist es, in einem Monat einen Roman mit 50.000 Wörtern zu schreiben. Gleichzeitig ist der NaNoWriMo aber auch ein großer kreativer Spielplatz. Jeder kann mitmachen und sich auch ein eigenes Ziel setzen.Ich nutze den NaNoWriMo, um meinen eigenen NatureWriting-Kurs durchzuführen. … Mehr NaturSchreiben im November – Nature Writing goes NaNoWriMo

Wusste Thoreau, dass er ein Nature Writer ist? – „Walden“ und das Nature Writing

Ich muss das Wort „Nature Writing“ nicht einmal aussprechen, allein nur daran zu denken reicht aus, um den Namen Henry David Thoreau aus dem Nebel der Vergangenheit auftauchen zu lassen. Dazu das in allen Veröffentlichungen verwendete Foto, eines bereits alt wirkenden Mannes mit seltsam geschnittenem Bart. Das Kinn ist rasiert und ein wild wuchernder Bart … Mehr Wusste Thoreau, dass er ein Nature Writer ist? – „Walden“ und das Nature Writing

Wer war Henry David Thoreau?

Henry David Thoreau wird 1817 auf einer Farm in der Nähe von Concord, Massachusetts (USA) geboren. Demnach waren seine Eltern Farmer. Der Vater wird jedoch auch als Bleistiftfabrikant beschrieben. Ab seinem 16. Lebensjahr besucht Thoreau die Universität Harvard im etwa 20 Kilometer entfernten Boston. Das Geld für diese Ausbildung bringen mehrere Unterstützer aus seiner Familie … Mehr Wer war Henry David Thoreau?

Henry David Thoreau „Walden oder Ein Leben in den Wäldern“ (Buchvorstellung)

Ich vermute einmal, dass jeder, der sich mit dem Themen „Leben mit der Natur“ beschäftigt früher oder später auf Henry David Thoreaus „Walden oder Ein Leben in den Wäldern“ trifft. Jedes Mal wenn mir in den letzten 10 Jahren dieses Buch begegnet ist, wurde eine andere Facette vorgestellt aber letztlich waren es immer Begeisterung und … Mehr Henry David Thoreau „Walden oder Ein Leben in den Wäldern“ (Buchvorstellung)

„Gartengeplauder“  oder  „Dieses Buch ist gut für …“

Es ist Nachmittag. Die Arbeit im eigenen Garten ist getan. Sie haben Ihr neues Gemüsebeet gejätet und sitzen erschöpft aber glücklich mit einem Tee auf der Gartenbank. Für mich sind das die Momente, in denen ich genug davon habe, zu lesen wie der Kompost aufgesetzt werden muss und welche Tomatensorte wann reif ist. Dann genieße … Mehr „Gartengeplauder“  oder  „Dieses Buch ist gut für …“

Uhles Gartengedanken als Buch – Der Blog für erdige Gartenhände

Schon oft hatte ich die Idee aus meinem Gartenblog ein Buch zu machen. Nun ist es endlich Wirklichkeit geworden: Der Gartenblog zum offline lesen! Ganz ohne Erdklumpen auf der Tastatur und nerviges Ladekabel quer durch den Garten. Vom ersten Schneeglöckchen bis zu den Raunächten, alles handlich zwischen zwei Buchdeckeln. Zum eigene Gedanken an den Rand … Mehr Uhles Gartengedanken als Buch – Der Blog für erdige Gartenhände

Über mich

Das, was ich (Jahrgang 1965, Studium der Chemie in Clausthal-Zellerfeld und momentan im Qualitätsmanagement im Rhein-Main-Gebiet tätig) quasi schon immer mache, ist schreiben. Lange war mir nicht wirklich klar, dass dieses Schreiben zu mir gehört, wie andere Eigenschaften und Fähigkeiten auch. Einerseits mache es einfach schon immer und andererseits kam ich nicht auf die Idee, … Mehr Über mich

Was ist Nature Writing? – Versuch einer Definition

Angeregt durch meine eigenen Texte über den naturnahen Garten oder die Naturlandschaft des Lake Districts in England, beginne ich mich mit dem Thema Nature Writing zu beschäftigen. Ich stöbere lange durch Social Media und das Netz im Allgemeinen, um Erklärungen und Beispiele zu finden. Immer wieder taucht dabei Henry David Thoreau und seine Waldhütte auf. … Mehr Was ist Nature Writing? – Versuch einer Definition

Heinrich Böll und die Kommunikation mit dem Leser

Wer kennt sie nicht, die herrlich subversive Geschichte des Touristen, der einen dösenden Fischer darüber belehrt, wie er angeblich ein zufriedenes Leben erreichen kann. Während der Tourist große Reden hält, hat der Fischer das zufriedene Leben längst gefunden. Heinrich Böll schrieb diese „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ 1963 ganz ohne Heldenreise, Insta Follower und MarketingMitSocialMedia-Seminare. … Mehr Heinrich Böll und die Kommunikation mit dem Leser

Wann ist ein Buch ein Buch?

Irgendwann war da der Entschluss „Jetzt fange ich an zu schreiben!“. Genug Schreibratgeber gelesen. Genug Facebookgruppen gesurft. Jetzt kommen die Gedanken, die in meinem Kopf umhertoben auf ein Blatt Papier. Zuerst mit dem Füller festgetintet und danach digitalisiert. Aber irgendwer soll das ja auch verstehen. Also muss der eine oder andere Feinschliff durchgeführt werden. Ab … Mehr Wann ist ein Buch ein Buch?